Der Gleitschirm

Der Gleitschirm ist das einzige Fluggerät, das sein aerodynamisch wirkendes Profil erst beim Start erhält. Dann füllt sich die Kappe durch Öffnungen an der Schirmvorderkante mit Luft und bringt sie in die elliptisch gebogene Flügelform.

An der Schirmunterseite sind viele Leinen befestigt, die ca. 8m unter der Kappe an zwei Punkten zusammengefasst sind - den Tragegurten. An diesen wird der Pilotenssitz (genannt: das Gurtzeug) mit Karabinern befestigt.

Gesteuert wird der Gleitschirm über zwei spezielle Leinen, die sogenannten Steuerleinen. Diese hält der Pilot während des ganzen Fluges in der Hand und kann so die linke, die rechte oder auch beide Segelhinterkanten nach unten ziehen.

Dadurch wird auf einer Flügelseite mehr Widerstand erzeugt, der Schirm dreht in Richtung dieser angebremsten Seite. Zusätzlich wird der Gleitschirm über Gewichtsverlagerung des Piloten gesteuert.

Der Gleitschirm gilt als das sicherste aerodynamische Fluggerät, weil es praktisch keinen technischen Defekt gibt und weil der Schirm in ruhigen Bedingungen auch ohne Zutun des Piloten fliegen würde.

Gleitschirme der modernen Gerätegeneration bieten zudem durch sinnvolle technische Entwicklungen maximale Gerätesicherheit, die auf ausbleibende oder falsche Pilotenreaktionen fehlerverzeihend reagieren.

Der Gleitschirm zum Motorschirmfliegen

Zum Motorschirmfliegen brauchst du keinen speziellen Gleitschirm, wenn dein Motor für deinen Schirm zugelassen ist.

Lediglich die Tragegurte sollten gegen modifizierte Motorschirm-Tragegurte ausgetauscht werden, wenn du motorisiert unterwegs bist.

Besonders zu empfehlen sind die auftriebsstarken und fehlerverzeihenden Schirme der neuen Gerätegeneration.

Statt eines herkömmlichen Gurtzeuges kommt ein spezielles Motorschirm-Gurtzeug zum Einsatz. Noch besser sind die neuen Pilotenaufhängungen, bei denen das Gurtzeug bereits integriert ist. Das Rettungsschirmsystem findet im Frontcontainer Platz.